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Brigitte Glaser liest für die KAS

OLYMPUS DIGITAL CAMERAVor den Herbstferien kam unser Deutschlehrer G. Cremer in den Unterricht und fragte, ob wir Lust hätten, eine Lesung mit einer Schriftstellerin zu organisieren. Wir stimmten mehrheitlich zu. Und in den folgenden Wochen lasen wir Texte von Brigitte Glaser und planten eine Lesung, zu der wir auch Gast-Schüler einladen wollten.

Im November war es dann so weit: Frau Glaser kam zu uns und widmete uns zwei Stunden. Lea aus der 9c hat als Moderatorin durch die Veranstaltung geführt. Zuerst las Frau Glaser uns OLYMPUS DIGITAL CAMERASchlüsselstellen aus ihrem Roman „8 Tage im Juni“ vor. In dem Roman geht es um einen Jungen aus reichem Elternhaus, der sich in ein Mädchen aus einem „sozialen Brennpunkt“ verliebt.  Die actionreiche Geschichte ist abwechselnd aus der Perspektive des Jungens und der des Mädchens erzählt. Brigitte Glaser wählte die Passagen für die Lesung so aus, dass auch die Gast-Schüler, die den Roman nicht gelesen haben, den Zusammenhang verstehen konnten. Die verschiedenen Perspektiven, die das Buch wiedergibt, erleichtern es dem Leser, sich besser in die verschiedenen Figuren hineinzuversetzen. Brigitte Glaser hat eine sehr sympathische Stimme, der man gerne zuhört.

Zwischendurch erklärte sie uns den Aufbau des Buchs. Da das Buch aus zwei Perspektiven geschrieben ist, ist es recht OLYMPUS DIGITAL CAMERAspannend. Was mir besonders gefallen hat, ist dass es mir ein gewisses Kopfkino bereitet hat. Auch ist das Buch gut für den Jahrgang 9 geeignet.

Später erzählte sie uns dann, welche Arbeit in dem Buch steckt. Sie hat für die zentrale Figur, die stottert, bei einer Logopädin recherchiert. Diese hat ihr erklärt, wie man mit einem Patienten umgeht, wenn dieser stottert.

Was ich sehr interessant finde, sind die einzelnen Schritte, die erledigt werden müssen, bis man so ein Buch im Laden kaufen kann. Nach der Lesung hat uns die Schriftstellerin einen früheren Entwurf des Romans zugeschickt. Im Unterricht haben wir dann herausarbeiten können, wie stark die Handlung auf dem Weg zur Druckfassung umgearbeitet – gestrafft – verdichtet und erzählerisch ausgestalten worden ist. Dabei lässt sich Brigitte Glaser auch von „Testlesern“ beraten, deren Anregungen sie oft in die Werke einfließen lässt. Gerne nahmen wir das Angebot an, uns auf die „Tester-Liste“ setzen zu lassen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAErstaunlich ist allerdings, dass die Autorin selbst kaum Einfluss auf die Gestaltung des Titelbildes hat.

Am Schluss der Veranstaltung wurden auch noch Autogramme verteilt und Bücher signiert. Mir gefiel gut, dass Brigitte Glaser sich Zeit für die Beantwortung unserer Fragen genommen hat.

Ich finde, dass Frau Glaser es gut gemacht hat, sie hat freies Reden sehr gut mit dem OLYMPUS DIGITAL CAMERAVorlesen verbunden. Sie hat sehr plastisch vorgelesen. Es war für uns Schülerinnen und Schüler eine sehr gute Erfahrung, eine echte Autorin zu erleben. Alles in allem finde ich es eine sehr gute Idee von unserem Deutschlehrer Herrn Georg Cremer, ein Lesung an unsere Schule zu holen, da es sehr abwechslungsreich war und uns das Buch und den literarischen Betrieb näher gebracht hat.

Vielen Dank auch an Frau Ute Wegmann, die die Veranstaltung im Rahmen der Kölner Lesetage „Heimspiel“  aus dem Hintergrund betreut hat, indem sie zum Beispiel die Kontakte zwischen den Kölner Autoren und interessierten Schulen vermittelt. Nächstes Jahr sind wir gerne wieder mit dabei!

Danyal-Can, Melissa, Nora, Alisan 9a
 

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