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Buch für die KAS

Diese Aktion dient der Leseförderung und der Identitätsstiftung: Die Schule hat ihr ‚eigenes’ Buch, um das sich einige Zeit lang vieles dreht. Es gibt Workshops neben dem üblichen Unterricht, an denen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8-12 freiwillig teilnehmen. Dabei wird – in Pädagogendeutsch gesprochen – produktionsorientiert gearbeitet, denn am Ende muss präsentiert werden. Da wird geschrieben, inszeniert, gespielt, getanzt, gemalt, fotografiert, recherchiert und vieles mehr.

→ zum Buch für die KAS „Wunder“ 2015/2016


Buch für die KAS 2013/142014_Plakat

„Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann, einen Roman für Erwachsene, haben sich die Schülerinnen und Schüler der KAS dieses Jahr als „ihr Buch“ ausgewählt. Thema ist die fiktive Doppelbiographie des Naturforschers Alexander von Humboldt und des Mathematikers Carl Friedrich Gauß. Und so standen die beiden dann vom 17. bis zum 21. Februar 2014 im Mittelpunkt. Die Schüler der Klassen 8 bis 12 hatten im Vorfeld über einige Wochen das Buch gelesen und setzten sich dann gezielt auf unterschiedliche Weise mit den beiden auseinander.

Auf Initiative von Frau Schmiedt-Schomaker fand am Donnerstag eine Podiumsdiskussionstatt. Fünf Lehrer, darunter auch unser neuer Schulleiter Herr Cremer, saßen auf der Bühne und debattierten miteinander und kamen auch angeregt mit den Schülern ins Gespräch.

Die große Abschlussveranstaltung war am Freitag in der 5. und 6. Stunde. Auf zahlreichen Stellwänden präsentierten Klassen und Kurse ihre Ergebnisse. Darunter waren auch sehr gelungene Essays aus dem Philosophiekurs von Frau Menke. Herr Greiwe hatte mit seinem Mathematikkurs „Galon´sche Nagelbretter“ gebaucht, um die Normalverteilung nach Gauß zu zeigen.

Schüler aus dem 10er Kurs von Frau Menke stimmten die Zuschauer in den Roman ein, indem sie die Kapitel vorstellten, aber auch besonders ansprechende Textausschnitte vorlasen. Die Schüler aus Klasse 8 hatten im Diff-Kurs Kunst/Theater unter Leitung von Frau Schulz und der Referendarin Frau Fabian verschiedene Szenen einstudiert: Humboldt und Gauß als Superhelden, eine Kutschfahrt, ein Fototermin und Halluzinationen auf dem Berg präsentierte der große Kurs einem begeisterten Publikum. Der Deutsch LK von Frau Göser zeigte stimmungsvolle Fotos aus Südamerika und überzeugte durch pädagogisch gut aufbereitetes Hintergrundwissen zum Roman oder trug wie Luisa Belke selbstgeschriebene Texte auf kritisch erfrischende Art vor.

Einer Schülergruppe aus Klasse 9 gelang es auf großartige Weise die Menschen Gauß und Humboldt sowie Personen aus ihrem Umfeld zu verkörpern und filmisch festzuhalten. Mit dunkelgrünen Regenponcho und nassen Haaren kämpfte Luis Müller-Wallraff sich als Humboldt durch die grüne Felslandschaft im Volksgarten, die locker als südamerikanische Filmkulisse durchging. Unterlegt wurde alles von stimmungsvoller

Musik.

Herr G. Cremer hat noch einen Lesetipp: „Am besten hat mir die Stelle gefallen, in der Humboldt ein Gedicht von Goethe vorträgt. Auf der Floßfahrt gibt dieser aber nur eine inhaltliche Wiedergabe, was für die feine Ironie des ganzen Romans steht“.

Die ganze Aktion dient der Leseförderung und Identitätsstiftung an der KAS, geht aber nicht ohne enorm großen zusätzlichen Einsatz aller Schüler und Lehrer, um innerhalb von nur einer Woche so ein „Mega-Programm“ auf die Beine zu stellen. Hier muss neben allen anderen beteiligten Kollegen vor allem Frau Schulz, Frau Göser und Herrn Bürschinger gedankt werden.

Anke Heyen


buchfuerdiekas2011-plakat-farbe3bearbBuch für die KAS 2011

Alle zwei Jahre gibt es an unserer Schule die Aktionswoche „Buch für die KAS“. In diesem Jahr fiel die Wahl auf den Abenteuerklassiker „Die Schatzinsel“ von Robert L. Stevenson.

In der Woche vom 14. bis 18.11.2011 fanden zahlreiche Workshops zur Romanlektüre statt. Unter der Leitung von Herrn Spang und Herrn Deeken stellte eine Schülergruppe das Video „Treasure Island“ her. Hinter der Kamera stand auch die 9c mit Herrn Halberstadt: Sie spielte zentrale Ereignisse des Romans nach und filmte sie. Mit Frau Menke stellten einige Schülerinnen die zentralen Romankapitel mit Playmobilfiguren nach und hielten dies fotografisch fest.

Während Schüler/-innen mit Frau Schulz eine Theaterperformance einstudierten, bereitete eine kleine Gruppe aus der 8c mit Frau Mimberg eine szenische Lesung vor. Musikalisch ging es bei Herrn Wirtz zu, der mit einigen Schüler/-innen Piratenlieder in eigenen Kompositionen vertonte. Neben selbst gestalteten Buchillustrationen, zu denen Frau Schreyer anregte, erstellten die Schüler/-innen unter der Leitung von Frau Dr. Rothstein einen eigenen Wiki-Eintrag zur „Schatzinsel“.

Zwei achte Klassen machten mit Frau Kleefisch und Herrn Schüritz ein Stationenlernen zum Roman. Herr Landgrebe ging mit seiner Gruppe der Frage nach, wer der Protagonist Long John Silver wohl gewesen sein mag. Frau Dr. Schmied-Schomaker lud Schüler/-innen dazu ein, sich mit der Geschichte der Piraterie auseinanderzusetzen und Herr Stracke stellte sich mit seiner Projektgruppe dem Thema „Piraterie heute“.

Am letzten Projekttag wurden die Ergebnisse der Workshops in Halle 3 dem interessierten Publikum vorgestellt. Dabei wurden auch die Leistungen von Klara Scherholz (Jg. 9) und Franka Gewehr (Jg. 11) gewürdigt, die beim kreativen Schreibwettbewerb zum Roman eigene literarische Texte eingereicht hatten.

Nach einer fiktiven Selbstcharakteristik Long John Silvers, vorgetragen von einer Schülerin des Jahrgangs 11, stellten drei Schüler aus der 9d Ergebnisse einer Analyse des Romans im Religionsunterricht vor: Entdeckt wurden vor allem der Rückgriff auf die Geschichte von Kain und Abel sowie im Charakter der Figur Silvers Tendenzen, wie sie später bei Nationalsozialisten wiederzufinden waren.


plakatBuch für die KAS 2009

In diesem Jahr sind erstmals auch Podcasts entstanden. Dabei es nicht vor allem straff organisiert und punkterientiert zu, sondern, entsprechend dem Wesen von Literatur, darf alles anders als im normalen Leben sein, werden Alternativen gelebt. Auch in diesem Jahr nahmen unsere Schülerinnen und Schüler dieses Angebot gerne und mit Gewinn wahr: 15 und 16jhrige tanzten beispielsweise zu Bruckner, vielleicht hat sich die Aktion schon dafür gelohnt.

Vorhang auf und Bühne frei für das Buch der KAS

Präsentation der Projektergebnisse am Freitag, 20.12.09

Elegante Tänzerinnen, kluge Religionswissenschaftler, geschickte Fotografen, tiefgründige Musikwissenschaftler, sensible Dichter, kreative Erzähler, selbstbewusste Schauspieler, internationale Köche: Dass sie all dies sein können, haben die Schülerinnen und Schüler der Kaiserin-Augusta-Schule aus den Jahrgangstufen 8 bis 12 am vergangenen Freitag überzeugend demonstriert.

Denn an diesem Tag fand zwischen 12.00 und 13.30 Uhr die Präsentation der Projektergebnisse zum Buch der KAS statt. In der Woche zuvor hatten sich die Schülerinnen und Schüler in Workshops auf unterschiedlichen kreativen Wegen mit dem Roman „Das Wüten der ganzen Welt“ von Maarten t’Hart auseinandergestezt.

Dieses Literaturprojekt hat seit einigen Jahren Tradition an unserer Schule. Vor Monaten haben eifrige Leser der KAS Romane und Erzählungen vorgeschlagen; im literarischen Gespräch wurde eine Vorauswahl getroffen und am Ende das „Wüten der ganzen Welt“ gewählt.

In diesem Roman erzählt der niederländische Schriftsteller Maarten t’Hart die Geschichte der Figur Alexander Goudveyl, die in einer südholländischen Kleinstadt aufwächst. Die Eltern des Jungen kamen im November 1944 aus Rotterdam hierher und übernahmen den Lumpenhandel eines Juden, der im zweiten Weltkrieg von den Deutschen deportiert wurde. Im Dezember 1956 wird der musikalische Junge Zeuge eines Mordes, dessen Zusammenhänge er erst dreißig Jahre später durchschaut.

Musik spielt eine große Rolle in der Biographie der Hauptfigur Alexander. Gleich mehrere Workshops widmeten sich dem Thema. Die Gruppe von Frau Buyken ließ sich von den im Roman genannten Sinfonien zum kreativen Schreiben inspirieren. In Herrn Schüritz’Gruppe gingen die Schüler der Frage nach, welche Bedeutung die Musik von Johann Sebastian Bach und Anton Bruckner im Leben der Hauptfigur einnimmt.

Die Gruppe von Frau Schmiedt-Schomaker, die sich mit historischen Hintergründen zum Roman beschäftigt hatte, trug über ein Podcast Informationen zu Nationalsozialismus und Judenverfolgung in den Niederlanden bei.

Die Schauspielgruppe von Frau Schulz brachte Schlüsselzenen des Romans szenisch auf die Bühne. In eindrucksvollen persönlichen Monologen erzählten einige Schauspielerinnen dem Publikum, welche Rolle Musik in ihrem Leben spielt. Eine andere Gruppe hatte im Vorfeld Standbilder zur Romanhandlung inszeniert und zeigte diese nun als PowerPoint-Präsentation dem interessierten Publikum.

Viel Applaus erntete die Tanzgruppe von Frau Wagner. In nur wenigen Unterrichtsstunden hatte die Gruppe es geschafft, gleich mehrere Gruppentänze zur Romanmusik und zu wichtigen Textstellen einzustudieren. Das Religionsteam von Herrn Landgrebe erklärte dem aufmerksamen Publikum auf verständliche Weise die biblischen Anspielungen des Romans.

Ebenso trugen die Sieger des Schreibwettbewebs, zu dem Frau Schleithoff-Dammeier, Frau Nübling und Frau Mimberg aufgerufen hatten, ihre Texte vor. Als bestes Gedicht wurde der Text „Chaos im Bauch“ von Philipp Wilmroth ausgewählt (10a), als bester Erzähler Evedin Hodzi (9b) ausgezeichnet. Nikolas Kutz aus der Jahrgangsstufe 12 leistete mit seinem hermetischen Gedicht „Entscheidung gibt es doch!“ einen besonderen Beitrag.

Mit ihrem kulinarischen Bezug zum Schauplatz der Handlung traf die Gruppe von Frau Lenzen und Frau Ruschhaupt genau den Geschmack des hungrigen Publikums: In den Farben der niederländischen Flagge bot sie typische Spezialitäten des Nachbarlandes an.

Alles in allem zeigten die geglückten Präsentationen, dass die aktive Auseinandersetzung mit Literatur außerhalb der festgefügten Bahnen des üblichen Unterrichts von den Schülerinnen und Schülern angenommen wird und mit großem kreativen Potenzial verwirklicht wurde.

 

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