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Der Sommernachtstraum – Aufführung des Literaturkurses

dsc03899Eine der schönsten Theaterinszenierungen an der KAS zeigte der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 11 am 24. und 25. Juni 2014 in Halle 3. Den Schülern gelang es auf überzeugende Weise den anspruchsvollen Klassiker von Shakespeare mit erwachsenem Schauspieltalent und großer Vielseitigkeit Leben, Witz und Romantik einzuhauchen.

Vielseitige Schauspieltalente

„Theater verwandelt nicht nur das Publikum, sondern auch die Akteure“, sagte Herr Cremer begeistert nach der Aufführung. Der neue Schulleiter verfolgte aufmerksam das Spiel seiner Schüler und war fasziniert davon, wie sie alle über sich hinauswuchsen. Er ist davon überzeugt, dass das Übernehmen von Rollen, das Sich-Ausprobieren, das „Als-Ob-Handeln“ für Akteure und Zuschauer eine mehr als interessante Erfahrung ist und dankte dem Schülerensemble und Frau Schulz ganz herzlich für ihren großen Einsatz.

dsc03967Das Stück lebte von der guten Gruppendynamik der Theatertruppe. Jeder schien genau die richtige Rolle in diesem Stück bekommen zu haben: Steffen Filz glänzte in der Rolle des einfältigen, aber umso engagierteren Zettel. Luisa Wagler war seine überzeugende Gegenspieler als regieführender Handwerker. Und auch die vier Frischverliebten Lysander, Hermia, Helena und Demetrius (Mohamed Aliyan, Katrin Weber, Tabes Hoffmann und Anno Schmalstieg) zeigten sich als Schauspieler mit der körperlichen und stimmlichen Präsenz reifer Erwachsener. Den Liebespärchen gelang es, in den vielen wechselnden Konstellationen den Funken auf der Theaterbühne überspringen zu lassen. Nicht zu vergessen Franziska Grose: Sie interpretierte meisterhaft die Rolle des Puck als tänzelnde Elfe mit dem lebhaften Gehabe eines Spitzbuben.

Atmosphärische Inszenierung

Obwohl das Bühnenbild mit einem Baumstumpf und zwei riesigen Fotoausschnitten aus dem Wald eher minimalistisch war, entstand viel Atmosphäre durch den Kerzenschein auf der vorgelagerte Bühne, wo die Elfenkönigin Titania (Rita Moshynska, auch in der Doppelrolle der Amazone Hippolyta) von lieblichen Gesang zweier Elfen (Carlotta Manno und Helena Gruhn) in den Schlaf gesungen wurde. Diese Bettszene erinnerte an ein Gemälde der Romanik in seinem diffusen Licht. Der sommernächtliche Atmosphäre wurde auch entscheidend durch die stimmungsvolle Untermalung am Klavier unterstützt. So unterstrichen leise, klimpernde Klavierklänge das Eintröpfeln des Zaubertrunkes. Celina Altemeier am Klavier spielte dazu bekannte Melodien, improvisierte aber auch und bewies großes Einfühlungsvermögen für die Theaterszenen.

Zukunft der Theaterwelt an der KAS

Dieser äußerst gelungene Abend bewies, dass an der KAS in den letzten Jahren systematisch und nachhaltig Theater gespielt wird. Frau Schulz inszenierte seit 2006 in einer Theater-AG in der Mittelstufe und im Literaturkurs in der Oberstufe ganz unterschiedlich gelagerte Theatererlebnisse. Neben Klassikern wie Shakespeare ließ sie auch Szenen von den Schülern schreiben und spielen, die die unmittelbare Umwelt rund um den Einsturz des Stadtarchiv verarbeiteten. Erst vor einigen Wochen führte sie in Kooperation mit Frau Lührsen und Herrn Binding ein „Maskentheater“ auf, dass im Differenzierungskurs Kunst/Darstellendes Spiel entstand. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass es schon bald mit dem Neubau eine würdige Theaterbühne für die künftigen Schülergenerationen geben wird.

Anke Heyen

 

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