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Die KAS bei der Lit Cologne

Es ist der 12. März, die Sonne scheint und es stehen weder Klassenarbeiten noch Tests an. Was gibt es da schöneres als mit der gesamten Klasse einen Ausflug zu Lit Cologne zu machen, dem größten Literatur Festival Europas? Da kommt es doch sehr gelegen, dass Frau Schweiß, die Klassenlehrerin der Klasse 7d, bei einer Verlosung Karten gewonnen hat. Die Klasse steht also um 11:30 Uhr vor dem Haupteingang der Schule und macht sich mit ihrer Parallelklasse auf den Weg zum Museum Ludwig, wo ein Teil der Lit Cologne Messe stattfindet. Zu Fuß geht es am Rhein entlang und die Schüler genießen das schöne Wetter.

An diesem Tag ist es voll am Rhein, denn viele andere Klassen (darunter auch Grundschulklassen) besuchen heute die Lit Cologne Schiffe, in denen ebenfalls Lesungen stattfinden. Vor dem Museum essen und trinken sie noch etwas und besuchen dann das weltberühmte Literatur Festival. In den Gängen des Museums stehen überall Bücherregale und einige Schüler betrachten ein paar Sekunden die Literaturwelt die sich ihnen bietet, während die anderen unbeirrt weitergehen. In der Halle in der die Lesung stattfindet sucht sich jeder einen Platz, das Licht wird gedämmt und es geht endlich los. Die Moderatorin und Journalistin Angela Maas betritt die Bühne und heißt alle Anwesenden herzlich willkommen zur achtzehnten Lit Cologne. Sie kündigt den berühmten Illustrator und Autor Thomas Thiemeyer an, der unter Applaus und lauten Pfiffen ebenfalls auf die Bühne kommt. Die Trilogie -die Evolution-, die er den Schülern vorstellt, landete kaum nach dem die Bücher veröffentlicht wurden auf der offiziellen Bestsellerliste. Es geht zunächst um einen Jungen namens Jem, der bei einem Schüleraustausch die hübsche und leicht durchgeknallte Lucy kennenlernt. Die beiden kommen zu spät zum Flughafen und weil Jem dunkle Haut, hat scheinen alle ihm die Schuld dafür zu geben. Doch als sie gemeinsam mit all den anderen Austauschschülern im Flugzeug sitzen, bekommen sie ganz andere Probleme.

Sie fliegen mitten in ein Zeitloch hinein und landen in einer Zukunft, lange nach dem Aussterben der Menschen. Nach einer großen Katastrophe hat sich eine für die Menschheit bisweilen eher unbedeutende Rasse durchgesetzt und regiert nun den Planeten, den die Menschen einst als ihr Eigentum ansahen. Doch leider ist dort niemand gut auf die wiederkehrenden Menschen zu sprechen und die Tiere versuchen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln die Schüler zu vertreiben. Während alle Anwesenden angespannt zuhören erklärt Thomas Thiemeyer, dass die Trilogie auf wissenschaftlichen Vermutungen basiert und zeigt, wie das Leben auf dieser Welt nach uns Menschen aussehen könnte. Es zeigt, wie sich die Natur an der Menschheit für alles das rächt, was sie ihr angetan hat. Und es zeigt, dass Freundschaft uns dazu bringen kann, selbst in einer gefährlichen Zukunft einen kühlen Kopf zu bewahren und unseren Freunden aus jeder Lage heraus zu helfen.

Nachdem Thomas Thiemeyer den Zuhörern ein paar Kapitel aus dem ersten Buch, Stadt der Überlebenden vorgelesen hat, antwortet er auf alle Fragen, die ihm gestellt werden (was gar nicht so wenige sind, denn die Schüler sind ziemlich neugierig und auch die Lehrer wollen noch so einiges über den erfolgreichen Autor und Cover-Designer wissen). Es geht um den Traum Schriftsteller zu werden und wie Thomas Thiemeyer auf die Idee kam, ein Buch zu schreiben. Die Schüler wollen unter anderem wissen was sein bestes und sein schlechtestes Buch war und der Autor beantwortet bereitwillig den nicht abreißenden Fragenstrom. Die Lesung endet mit einem tosenden Applaus, Thomas Thiemeyer geht von der Bühne, das Licht wird wieder heller und nacheinander erheben sich die Schüler und machen sich als Klasse auf den Rückweg zur Kaiserin-Augusta-Schule. Vor dem Museum werden zum Andenken an dieses tolle Ereignis noch ein paar Klassenfotos geschossen und die Schüler dürfen noch kurz etwas essen, bevor alle zusammen den Rückweg antreten. Das Buch regte alle Schüler zum Nachdenken an. Auf dem Rückweg unterhält sich so gut wie jeder über die Lesung und darüber, wie aufregend es war einen Blick in die Welt der Literatur werfen zu können. Auch Tage später ist das Buch noch Pausengespräch. Eines steht fest: diesen besonderen Tag werden weder Lehrer noch Schüler so schnell vergessen.

Marina, Klasse 7d

 

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