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04.11: Ehemaligentreff

Abiturenlassfeier in der Trinitatiskirche

Abiturenlassfeier in der Trinitatiskirche

Ehemalige sind in der KAS immer willkommen! Das nächste Ehemaligen Treffen findet am Freitag 04.11.16 um 19.00 Uhr im Foyer der KAS statt!

Wir freuten uns über zahlreiche Gäste. Die Bewirtung des Abends übernahm der diesjährige Abiturjahrgang. Die Schülerinnen und Schüler erhofften sich so einen Beitrag zu ihrer Abiturkasse.


Bericht über ein vergangenes Ehemaligentreffen:

Den ersten Schultag an der Kaiserin-Augusta-Schule (KAS) hat Antje noch gut in Erinnerung. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Carmen kam sie damals in die Klasse von Frau Schwarz – die „Flut von großen Menschen“ und die vielen neuen Eindrücke hatten sie erst einmal eingeschüchtert. Auch Rohan Rajasooriya zählte zu ihren Klassenkameraden. Er zählte zu den ersten Jungen, die ab 1974 auf die „Mädchenschule“ gehen durften. Während Antje in den letzten 27 Jahren ihrer Familie und dem Freundeskreis in Köln treu geblieben ist, zog es Rohan in die Ferne. Er hatte seine gepackte Tasche dabei, schrieb seine letzte Erdkundeklausur und saß dann im Zug nach Hamburg. „Dass ich mein Abitur überhaupt gemacht habe, verdanke ich nur der Hartnäckigkeit von Herrn Friedrichs“, sagt er nachdenklich und umarmt dann lachend seinen Lehrer.

Eine große Gruppe schart sich beim Ehemaligentreffen um den Lehrer Norbert Friedrichs, der seit einigen Jahren im Ruhestand ist. Die Clique machte vor 25 Jahre Abitur und blieb ihrem Lehrer freundschaftlich verbunden. Zwölf Abiturientinnen, die vor 50 Jahren im Jahr 1962 das Reifezeugnis erlangten, erinnern sich wiederum an ganz andere Lehrerpersönlichkeiten. Die Schulleitung hat für diesen Jahrgang die Mappen mit den leicht vergilbten Abiturprüfungen aus dem Keller geholt. Die Formulierungen der Lehrer klingen seltsam altmodisch. Die rote Tinte jedoch zwischen den blauen, ordentlichen Schriftzügen der damaligen Abiturienten sieht genauso aus wie in heutigen Korrekturen.

Petra Baltes-Host und Joachim Busch sind der KAS durch ihre Kinder treu geblieben. Aber selbst wenn Inken, das dritte Kind der Familie Host und Anika Busch nächstes Jahr Abitur gemacht haben werden, wollen sie weiter zu den Treffen kommen. Begeistert erinnert sich Joachim Busch an seine eigenen Abiturzeiten. Einen goldenen VW-Käfer hatte seine Stufe vor der Teeküche geparkt. In einem Kraftakt hatte sie das schwere Auto die lange Treppe im Foyer emporhievt. Und heutzutage undenkbar: In der Nacht hatten sie das Lehrerzimmer mit Matratzen aus der Turnhalle in ein riesiges Schlaflager umfunktioniert.

Ebenfalls gern zum Treffen gekommen sind Vera und Stefanie, die gemeinsam 1999 Abitur machten. Bei aller Freude über das Wiedersehen blicken sie auch kritisch auf die gemeinsame Schulzeit zurück. Ihre Stufe durfte keinen Abi-Gag machen und war für Alkohol- und Drogenexzesse berühmt-berüchtigt. Sie hätten sich damals mehr pädagogische Einflussnahme und ein besseres Verhältnis zu ihren Mitschülern gewünscht. Deutlich im Gedächtnis geblieben sind ihnen die Theateraufführungen mit Frau Hack. Stefanie, die nach dem Abitur eine Ausbildung zur Musical-Darstellerin absolvierte und anschließend mit dem Zirkus Roncalli auf Deutschlandtournee ging, denkt gern zurück an ein Stück über Außerirdische, den „Zerbrochenen Krug“ und ihre Rolle in einem Stück als Seiltänzerin. Vera verdankt ihre berufliche Leidenschaft ihrem Lehrer Herrn Düwell. Sie erinnert sich noch genau daran, wie ihr Mathematik und Wirtschaft zunächst gar nicht gelegen haben. Er habe ihr aber dann das Wirtschaftsdenken so großartig vermittelt, dass sie inzwischen Unternehmensberaterin geworden ist.

„Versicherungskonzepte für türkische Jugendliche und für deutsche im Ausland haben meine Schüler damals entwickelt“, antwortet Herr Düwell nachdenklich und sichtlich erfreut, einige Tage nach dem Treffen befragt. Er erinnert sich gut an die Zusammenarbeit mit der DKV und grüßt Vera Köpp herzlich, die hoffentlich diesen Artikel lesen wird.

„Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergangen ist“. Lena wundert sich. Sie fühlte sich fast fremd, als sie durch die doch eigentlich so vertraute Glastüre der Schule ging. Direkt im Anschluss an die Schulzeiten hat sie im August angefangen zu arbeiten und absolviert bei Volkswagen ein duales Studium, das Ausbildungsberuf mit Studium verbindet. Nach den Arbeitsmonaten in Köln startet dann das Studium in Mannheim.

Aus Lenas Abiturjahrgang 2012 ist die größte Gruppe mit fast 30 jungen Erwachsenen zum Treffen gekommen. Ihre ehemalige Mitschülerin Guilia studiert seit einem Monat in Köln Grundschullehramt. Leonard, der kreative Kopf der Stufe, steht angeregt im Gespräch vertieft mit dem Kunstlehrer Heiner Binding. Zur Überraschung seiner Lehrer und Mitschüler hat er den musischen Fächern erst einmal den Rücken gekehrt und studiert nun in Aachen Maschinenbau. Alle des Abiturjahrgangs 2012 sind auf ihrem unterwegs. Die Wege der ehemaligen Schüler unterscheiden sich. Einige möchten in Köln bleiben, andere zieht es in andere Städte oder in die Niederlande). Alle gehen zwar unterschiedliche Wege, wollen aber doch den Bezug zur KAS niemals verlieren. Allen herzliche Grüße, vor allen den Abiturienten von 2012, die jetzt wie Max in Australien oder in Südafrika wie Wassily sind.

Der Doppeljahrgang aus den Stufen 12 und 13 übernahm unter der Leitung von Herrn Neumann die Bewirtung der Gäste. Mit dem eingenommenen Geld wollen die Schüler nächstes Jahr ihre Abiturfeier organisieren.

A. Heyen