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Geschichte der KAS

Die Kaiserin-Augusta-Schule erhielt ihren Namen nach Prinzessin Augusta Marie Luise Katharina von Sachsen-Weimar, die 1829 den späteren deutschen Kaiser, Wilhelm I, heiratete.

Ihre Pflichttreue, Willensstärke, ihre geistigen Interessen, aber auch ihr Widerspruchsgeist zeichneten sie aus. Schon ihre Mutter war um die vielseitige Bildung der Kinder bemüht. Prinzessin Augusta wurde bereits früh künstlerisch-humanistisch erzogen. Sowohl Wilhelm von Humboldt als auch Johann Wolfgang von Goethe lobten den festen und selbständigen Charakter der Fünfzehnjährigen.

Augusta hatte nach ihrer Heirat, zu Beginn ihrer Berliner Zeit, den Mut, sich der offiziellen Meinung im damaligen militärisch geprägten Preußen zu widersetzen, indem sie sich mit ausländischen Beratern umgab und dem Humanisten Alexander von Humboldt großen Einfluss gewährte, aufgrund wessen ihr ein mangelndes Nationalgefühl vorgeworfen wurde. Die Kaiserin galt als „oppositioneller Geist“ und legte ihre Hand schützend über die Freigeister des damaligen Berlin. Sie rief zur Organisation freiwilliger Hilfsgesellschaften und zur Pflege verwundeter Soldaten auf. 1864 legte sie den Grundstein für die Tätigkeit des späteren internationalen Roten Kreuzes.
Sie bestand auf eine umfassende Bildung ihrer eigenen Kinder. Den preußischen Thronfolger ließ sie – entgegen sonstiger preußischer Gepflogenheit – an der Universität Bonn studieren. Kaiserin Augusta verfolgte in ihren letzten Lebensjahren das Ziel einer internationalen Zusammenarbeit und Friedenspolitik.

Die heutige Kaiserin-Augusta-Schule wurde 1902 auf Wunsch von Dr. Blumberger, dem Direktor der städtischen Mädchenschule, gegründet. Das vorläufige Schulgebäude befand sich in der Straße An St. Maria Lyskirchen. 1907 wechselte die reine Mädchenschule in ein eigenes, neues Schulgebäude am Kartäuserwall und erhielt ihren heutigen Namen.

Das Schulgebäude wurde 1914-1919 als Lazarett für verwundete Kriegsgefangene genutzt, daraufhin wurde die Schule in den Neubau der Volksschule Stolzestraße verlegt. 1919-1920 wurde sie von englischen Besatzungstruppen besetzt.

1939 wurde das Schulgebäude am Kartäuserwall von der Wehrmacht

beschlagnahmt. Der Unterricht wurde zunächst im Lyzeum der Schwestern Unserer Lieben Frau, am Georgsplatz 10 und, nach dessen Zerstörung, in der Königin-Luise-Schule. Die Wiedereröffnung der Kaiserin-Augusta-Schule fand 1945 in der Volksschule Nußbaumer Straße statt, nachdem im September 1944 alle Kölner Schulen geschlossen worden waren.

Die Schule zog 1953 in das neue Gebäude am Georgsplatz 10 und feierte das 50-jährige Bestehen.

Im Jahre 1971 wurden die Ausbildungsschwerpunkte auf: altsprachlich, romanisch, neusprachlich, naturwissenschaftlich und sozialwissenschaftlich erweitert. Die Schülerinnen konnten ihren Ausbildungsgang selber bestimmen. Grundkurse und Leistungskurse wurden eingerichtet.

Die Umwandlung in ein Gymnasium für Mädchen und Jungen fand 1972 statt. 1976 begann die Kaiserin-Augusta-Schule eine Kooperation in den Oberstufenkursen mit dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium.

1987 griff die Schule die reformpädagogischen Ansätze Peter Petersens auf und bemüht sich seither, diese im Rahmen gymnasialer Möglichkeiten zu verwirklichen. Dazu gehören das Klassenlehrer/innenprinzip – diese haben ein besonders hohes Stundendeputat in ihrer Klasse – das Teamprinzip, innerhalb dessen die Lehrer eines „Klassenteams“ fächerübergreifend Lernprojekte verwirklichen, und der besondere Wert, der auf eine attraktive und anregende Lernumgebung in den Klassen- und Fachräumen gelegt wird, sowie die konsequente Einbindung der Eltern in schulische Aufgaben und Projekte