0221/47447470
 

Licht aus – Fantasie an! Kunst-Performance „Finsterlicht“

In Zusammenarbeit mit vier Künstlern der MuKuTaThe-Werkstatt Köln präsentierte am 01.02.2018 um 18 Uhr unsere Kunst-AG der Klasse 5 (Experimentelle Kunsttechniken, Kunstlehrerin Frau Harms) in Halle 3 das Kunst- und Performanceprojekt „Finsterlicht“, das aus den Bereichen Bildende Kunst und Performance entstanden ist.

Dabei kam es zu einer traumhaften Verwandlung von Materialien, Performern und Raum. Licht und Schatten haben wir zum Thema und zur Inspiration unserer ungewöhnlichen Aufführungs- und Ausstellungssituation genommen. Licht aus – Fantasie an… Finsterlicht ging auf die Suche nach den Wesen der Nacht, den Alpträumen und den leuchtenden Fantasiewelten, die die Vorstellungen und den Kunstsinn der Teilnehmer*innen bevölkert und beflügelt haben. Was kommt ans Licht, wenn es dunkel wird? Selbstleuchtende fantasievolle Lichtskulpturen und Laternen sind entstanden, ungewöhnliche Lichtquellen kamen zum Einsatz.

Das Publikum hatte bereits auf Stuhlreihen in der Mitte des Raumes Platz genommen, als die Kunstperformance begann und dunkle Wesen langsam aus allen Ecken der stockdunklen Halle Richtung Bühne krochen. Die kreuchenden Wesen reckten und streckten bedrohlich ihre Glieder als gelte es aus einem langen tiefen Schlaf zu erwachen. Ihre Glieder begannen mit zunehmender Lautstärke der Musik zu zucken, die Bewegungen entglitten immer mehr, bis schließlich alle Schattenwesen auf der Vorbühne komplett ausrasteten. Dabei sah man plötzlich einzelne Körperteile der Schattenwesen blitzartig von kleinen Lampen aufleuchten – hier einen Arm, da ein Gesicht. Was braute sich da zusammen?

So plötzlich wie sie aufgetaucht waren, verschwanden auch die Schattenwesen wieder als die Musik verstummte. Ein zauberhaftes Klanggespinnst ertönte geheimnisvoll — eine Mischung aus Glöckchen und einer tiefen, rauhen Stimme, die leise und unheimlich mitsummte. Der Vorhang ging auf — die Bühne war noch in tiefe Dunkelheit gehüllt. Nur ein weißes, ca. drei Meter langes, Wesen – eine Symbiose aus Drache und Einhorn – erleuchtete die linke Bühnenseite. Der Einhorn-Drache streckte neugierig seinen Kopf durch eine Wand aus bunt leuchtenden Lichterschlangen. Dabei blickte er das Publikum mit seinen leuchtend roten Augen herausfordernd an. In schlängelnden Bewegungen begann er langsam hin und her zu ziehen, um sich anschließend den Weg nach unten in den Zuschauerraum zu bahnen. Nachdem er das Publikum umkreisend in Angst und Erstaunen versetzt hatte, zog er stolz von dannen.

Aus dem hinteren Teil des Raumes schwebte nun ein weiß leuchtendes Eulen-Fledermaus-Wesen mit glühenden Augen, spitzem Schnabel und Ohren und einem dicken, bauchigen Körper. Mit seinen dunklen, einen Meter langen Schwingen flatterte es unheilvoll um die Zuschauer und zog nach einigen Minuten weiter.

Hinter einer schwarzen Wand vorne rechts vor der Bühne hatte sich eine leuchtende Riesen-Spinne verborgen, die nun aus ihrem Versteck krabbelte. Sie hatte einen voluminösen, weißen Körper mit acht blau-grünen Beinen und einem beweglichen Kopf mit glühenden Augen, den sie suchend hin- und her schwang. Zur schneller werdenden Musik umgarnte die respekteinflößende Riesen-Spinne die Zuschauer mit ihren sich auf- und abhebenden Vorderbeinen und lief dann so schnell davon wie sie gekommen war.

Als letztes bot sich ein erschreckendes Bild für das Publikum: auf der Bühne erschien eine hell leuchtende „Mörderpuppe“ mit ebenso glühenden Augen und beweglichen Arm- und Bein-Stummeln, an deren Enden rot-gelbe Bänder flatterten. Als der Auftritt dann noch untermalt wurde vom nervenaufreibenden Themen-Lied „Psycho“ des gleichnamigen Thriller-Films, konnte das Publikum sich ein lautes Kichern nicht verkneifen. Doch lange sollte das Lachen nicht anhalten als die Mörderpuppe von der Bühne herunter durch den Zuschauerraum wankte. Taumelnd schien sie sich auf manche Zuschauer zu stürzen, richtete sich dann doch wieder ruckartig auf, um ihr nächstes „Opfer“ heimzusuchen. Gegen Ende des Liedes schleppte sich die Puppe wieder auf die Bühne und ihre Bewegungen erstarben abrupt.

Zum Finale begann die Mörderpuppe zum Lied „Highway to hell“ von ACDC mitzurocken. Auch alle anderen Leucht-Wesen gesellten sich mit ihren nun sichtbaren Puppenspielerinnen an den Stäben zu ihr auf die Bühne, um zu rocken, was das Zeug hält. Das war ein bunter, freudiger Abschluss unserer doch auch unheimlich geheimnisvollen Kunst-Perfomance „Finsterlicht“!

Das Publikum wie auch unsere anwesende Schulleiterin Frau Matysiak waren beeindruckt von der aufwändigen, ausdrucksstarken Qualität der entstandenen Leuchtskulpturen und Kunst-Performance: „Von mir aus hätte das noch lange weiter gehen können!“ war der begeisterte Ausspruch eines Vaters. Auch die kleinen und großen Künstler*innen hatten sichtlich großen Spaß!

Kathrin Harms (Kunst-AG Experimentelle Kunsttechniken)

 

Schlagwörter: , ,

 

Mehr Beiträge in... Aktuelles

 
 

Diesen Beitrag teilen