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„Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie“ – Feierliche Verleihung

Heute wurde im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung der Kaiserin-Augusta-Schule der Titel „Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie“ verliehen. Neben vielen Klassensprecher_innen und Stufensprecher_innen nahmen auch die Schulleitung und Frau Irlenbusch als Vertreterin der Eltern an der Veranstaltung teil, sowie unsere Bürgermeisterin Frau Scho-Antwerpes und der Koordinator vom Projekt“ Schule der Vielfalt“ Frank Pohl. Joschua Müller-Gerbes, Schüler der Q1, moderierte die Veranstaltung.

Unsere SV begann vor fast vier Jahren mit diesem Projekt an unserer Schule. Von da an wurden jährlich Projekttage zum Thema Homo- und Transphobie, sexuelle Orientierung und Geschlechtervielfalt durchgeführt, welche für die siebte Klasse vorgesehen sind und vollständig von Schüler_innen aus gearbeitet und durch geführt werden. Zudem gab es immer wieder kleine Aktionen zur Information und zum  Fragenaustausch. Die Arbeitsgruppe besuchte regelmäßig Vernetzungstreffen, bei denen ein reger Austausch zwischen Schulen aus und um Köln getrieben wird, um gute Ideen auszutauschen und Hürden gemeinsam zu überwinden. Diese Arbeit wurde am heutigen Tage nun auch offiziell bestätigt und geehrt. Alle Redner_innen sprachen den Verantwortlichen Großes Lob und Engagement zu und betonten die Wichtigkeit von Toleranz im Schulalltag und die Partizipation von Jugendlichen in diesem.
Die Schüler_innenvertretung engagiert sich selbst verständlich auch über den heutigen Tag hinaus zu dem Thema Homophobie, um den Titel beizubehalten aber vor allem, um ein Klima der Akzeptanz und Toleranz gegenüber der LGBTIQ* Community in unserer Schule zu schaffen.

JoschuaMüller-Gerbes


Heute wurde im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung der Kaiserin-Augusta-Schule das Label der „Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie“ verliehen. Joshua Müller-Gerbes, zur Zeit Schüler der Stufe Q1 und Mitinitiator des Labels führte durch das Programm. Neben Frau Irlenbusch als Vertreterin der Elternpflegschaft durften wir unsere Bürgermeisterin Frau Scho-Antwerpes, sowie Herrn Pohl vom Projekt „Schule der Vielfalt“ begrüßen.

Exemplarisch für die vielen Grußworte und Reden, die Joshua Müller-Gerbes, Frau Matysiak, Schulleiterin, Frau Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin und Herr Pohl, Projekt „Schule der Vielfalt“ an die anwesenden Schüler_Innen richteten, finden Sie hier die Rede von Frau Irlenbusch, Vertreterin der Elternpflegschaft:

Liebe Frau Scho-Antwerpes, lieber Herr Pohl, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Gäste

ich bin stolz, ich bin stolz Elternvertreterin an der Kaiserin-Augusta-Schule sein zu dürfen. Ein Teil der KAS-Schulgemeinde zu sein heißt: Teil einer Gemeinschaft zu sein, die bunt, lebendig, neugierig, wissbegierig, engagiert, fordernd, fröhlich, und freundlich ist.

Schule ist nicht erst seit jeher mehr als nur Wissensvermittlung. Schule ist für Kinder und Jugendliche neben der Familie der Lebensmittelpunkt. „Schule wär echt toll, wenn der Unterricht nicht wäre“ (Autor unbekannt). Wenn aber aus diesem Lebensmittelpunkt, mit -oder trotz?-  des blöden Unterrichts Schülerinnen und Schüler  heranwachsen, die sich nicht damit zufrieden geben, sich lediglich möglichst viel Wissen in möglichst kurzer Zeit anzueignen, sondern wenn Schülerinnen und Schüler darüber hinaus Lust und Kraft und Energie haben sich einzusetzen

  • für ein friedvolles, freundliches Miteinander
  • für Toleranz
  • für Gerechtigkeit
  • für Demokratie
  • für Vielfalt
  • für Menschlichkeit

dann könnt vor allem IHR stolz auf Euch sein!

Sich für andere einsetzen ist gute Tradition an der KAS. Seit 1988 unterstützt die Schule „KAIROS“ – ein soziales Hilfsprojekt mit Schwerpunkt Jugendarbeit in Chile. Fest installiert ist das Amnesty International Projekt, deutlich sichtbar durch regelmäßige Aktionen und auf vielen Schulveranstaltung und an jedem Tag der offenen Tür.

Dies sind nur zwei von vielen Beispiele dafür, wie kontinuierlich und nachdrücklich sich die „KASianer“ für Menschen einsetzen. Innerhalb wie außerhalb ihrer Schule

Und nun hat sich vor einiger Zeit eine Gruppe Schülerinnen und Schüler auf den Weg gemacht um nicht nur „Schule der Vielfalt“ zu sein – denn das ist sie längst –  sondern als diese auch sichtbar zu werden. Um ein deutliches Zeichen zu setzen: Wir sind Vielfalt! Wir sind gegen Homophobie!   Was nun dieses Projekt so bemerkenswert macht ist, dass es vollständig aus der Mitte der Schülerinnen und Schülern entspringt. Eigenständig, selbständig informieren sie sich, organisieren Veranstaltungen, knüpfen Kontakte, besuchen Fortbildungs- und Netzwerkveranstaltungen. Nicht unbemerkt, aber bestenfalls begleitet durch Unterstützung seitens Lehrern und Eltern.

Liebe Anita, lieber Joschua, ihr seid derzeit die Kraft, die dafür gesorgt hat, dass wir gleich das Label „Come-in – Wir sind offen“ für unsere Schule enthüllen können. Ihr habt vollendet, was vor einiger Zeit begonnen wurde.  Der Weg ist damit aber nicht zu Ende. Das hohe Gut der Akzeptanz von unterschiedlichen Lebensweisen muss täglich neu erobert werden. Für die kommenden Monate wünschen wir -„Eure Eltern“-  Euch, dass Eure Kraft, Kreativität, Lust und Energie weiterhin sprüht und ansteckend wirkt auf Eure Mitschülerinnen und Mitschüler. Damit die KAS eine offene Schule bleibt – offen für Vielfalt und gegen Homophobie und Diskriminierung. Ihr seid großartig!

 

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