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Schullogo

KAS-LogoDas Schullogo der KAS wurde in den Jahren 2000/2001 entwickelt. Nach einem Wettbewerb mit sehr vielen Beiträgen aus der Schülerschaft und aus dem Kollegium entschied sich nach ausführlicher Debatte die Schulkonferenz für das bis heute gültige Logo:

Herr Grau, seinerzeit Lehrer an der KAS, begründete das von ihm entwickelte Logo folgendermaßen:

„Man findet es leicht, ein A oder ein S, in den römischen Steininschriften vor dem Römisch-Germanischen Museum (nur, weil nicht-lateinisch, kein K). Diese Schrift, wie sie die Römer auf ihren offiziellen Denkmalen gebrauchten, prägt das Logo der Kaiserin-Augusta-Schule. Wir verfügen über kein markantes Gebäude, das zur Grundlage einer Logo-Gestaltung gemacht werden könnte, und das einzige Kunstwerk, über das die Schule verfügt, das Georg-Meistermann-Fenster in der Eingangshalle, eignet sich nicht für ein Logo und dessen Zweck. Und der Bezug zu Dom und Severinsbrücke, wie ihn etliche Entwürfe dargestellt haben erschien letztlich doch zu vage.

So blieb der Rückgriff auf Schrift als Gestaltungselement, und hier bot sich die Antiqua (die „Alte“) an, nicht unmittelbar die römische, sondern in einer Fassung von Albrecht Dürer. Mit der „Wiederentdeckung“ griechisch-römischer Kultur im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert geriet auch die römische Schrift in den Blickpunkt. In immer neuen, z.T. sehr komplizierten Variationen, konstruierten vor allem in Italien Künstler das Alphabet der Römer sozusagen „nach“. Die Antiqua wurde zur Schrift der Wissenschaften, der Dichtung und zum Zeichen des Modernen, später der Aufklärung. In den romanischen Ländern wurde sie sehr schnell allgemeingebräuchlich; im deutschsprachigen Raum diente sie zur Abhebung fremdsprachiger Zitate in ansonsten frakturgesetzten Werken. Nach dem ersten Weltkrieg setzte sie sich aber auch hier zunehmend als allge­meine Gebrauchsschrift durch.

Schon aus drucktechnischen Gründen erwiesen sich die komplexen Konstruktionen aus der Zeit der Renaissance als wenig geeignet für das KAS-Logo. Sehr viel einfacher entwickelte Albrecht Dürer ein Antiqua-Alphabet, das er im vierten Teil seines Lehrbuchs für Künstler, Graphiker aber auch Drucker, „Unterweysung der Messung“, 1525 veröffentlichte. Wenige, aber markante Konstruktionslinien, reduziert auf Kreis und Gerade, verdeutlichen die „Ar­chitektur“ des Buchstabens (und weisen damit auf die der Schrift – und letztlich dadurch auch der Sprache – zugrunde liegenden Ordnung hin).

KAS – wir wissen, was die Abkürzung bedeutet, aber doch nur wenige kennen sie außerhalb unseres Umkreises. Also muss das Logo auch die Information über das Kürzel KAS enthalten. Ich wählte das Alphabet aus, das Herbert Bayer für das Dessauer Bauhaus 1927 entwickelte. Die immer noch zeitgemäße „neue“ Schrift umgibt nun die „alte“, die auch einmal „neu“ war, wie ein Band, rahmt die „klassischen“ Buchstaben ein, legt sich spielerisch leicht wie ein Ornament auf und unter die drei in sich ruhenden Buchstaben, ohne doch nur bloßes Ornament zu sein – sie ist der Informationsträger des Logos. So gehen Alt und Neu eine nicht trennbare Verbindung ein – Antiqua und Bauhaus-Schrift sind ohne Zwischenraum miteinander verbunden – , bedingen und ergänzen sich gegenseitig.

Eine römische Schrift – die KAS war lange Zeit altsprachliches Gymnasium für Mädchen; eine „romanische“ Schrift – Französisch gehört zu unserem Schulprofil; die Schrift der bedeutendsten Kunstschule des vorigen Jahrhunderts – auch Kunst ist Bestandteil des Profils. Aus Geschichte leben, Gegenwart auf Zukunft hin gestalten – kurz, Tradition und Moderne in ihrem Neben- und Ineinander sichtbar zu machen unter Einschluss der Besonderheiten der KAS, sind die Absichten. Und das S leuchtet, in der Stadtfarbe Kölns, Rot, weil die Betonung nicht auf dem K und dem A von der Kaiserin Augusta liegt, sondern auf Schule: wir sind eine kölnische TraditionsSCHULE mit all den genannten Implikationen.“ (Festschrift)

 
 

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