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Suchtprävention

Sucht = Drogenkonsum?!

Unterhält man sich mit Drogen konsumierenden Jugendlichen, so hört man oft folgende Aussagen:

  • „Schon die Indianer hatten ihre Drogen!“
  • „In anderen Kulturen wird Cannabis seit je her konsumiert!“
  • „Die Naturvölker im Regenwald haben doch auch irgendwelche Kräuter!“
  • „Auf Jamaika ist kiffen eine religiöser Akt“
  • „Alkohol ist doch genauso gefährlich“

DAS STIMMT! Ob es sich um Pilze, Kräuter, andere spez. Pflanzen oder ähnliches handelt, alle Kulturen und Naturvölker haben ihre Drogen und bei uns ist es hauptsächlich der Alkohol und der Tabak. Der große Unterschied ist die Art des Konsums. Gerade bei den sog. Naturvölkern ist der Konsum dieser Substanzen strengen Regeln unterworfen. So werden bewusstseinserweiternde Substanzen nur zu besonderen Anlässen und nach speziellen Rieten konsumiert. Das ist der Unterschied, der häufig und gern übersehen wird. Drogenkonsum ist eben nicht gleich Sucht. Sucht kann sich in Form von Drogenkonsum äußern und Drogenkonsum kann zur körperlichen und psychischen Sucht führen. Sucht kann sich aber auch völlig anders äußern:

  • Magersucht!
  • Kaufsucht!
  • Spielsucht!

Die Sucht- und Drogenprävention an der KAS hat sich deshalb die folgenden Zielsetzungen gesteckt:

  • Aufdecken von Suchtverhalten und Suchtstrukturen.
  • Aufklärung über die Gefahren und Wirkungen der versch. Substanzen.
  • Einüben, wie den sozialen Beeinflussungen erfolgreich widerstanden werden kann.
  • Seid doch mal ehrlich: Jeder hat doch seine kleinen Gewohnheiten und Süchte! Um sich das menschliche Verhalten, welches sich hinter diesen Süchten verbirgt, zu verdeutlichen, sollen in den Jahrgangstufen 7 und 9 die folgenden Projekte durchgeführt werden:
  • Die initiierte Abstinenz: Ihr sollt für zwei Wochen auf eine euren kleinen Süchte verzichten und Tagebuch darüber führen!
  • Ehemalige, geschulte Drogenabhängige des Projektes PRO VITA kommen in die Schule und gestalten mit euch einen Vormittag zu dem Thema Sucht. Und das völlig ohne uns Lehrer!

Die ersten Veranstaltungen sind dazu sind schon erfolgreich gelaufen. Die Schüler der Klassen 7b und 9b haben schon die zweiwöchige Abstinenz hinter sich. Einige erfolgreich, andere haben kurz mal unterbrochen. Aber egal ob durchgehalten oder nicht, alle haben mehr über ihr eigenes Suchtverhalten gelernt!

Der Vormittag mit PRO VITA hat den Schülern viel Spaß gemacht und tief beeindruckt.

Eine weitere Säule der Sucht- und Drogenprävention wird die Beratung sein, welche in zwei Teile aufgliedert:

Viele Studien haben gezeigt, dass Aufklärung über Drogenkonsum nicht ausreicht, um den Drogenmissbrauch zu reduzieren.

In allen Ländern, Kulturen, Volkstämmen ist der Gerbrauch von Drogen strengen Regeln unterworfen.

Auch hier in Deutschland. Diese Regeln gelten natürlich auch für die KAS. Der Sinn und Zweck dieser Regeln soll in dem Methodentraining der Schüler der Jahrgansstufe 11 erarbeitet werden und von ihnen in die Schülerschaft getragen werden.

In Zusammenarbeit mit der SV sollen weitere Regeln und Maßnahmen für den Verstoß gegen diese Regeln entworfen werden. Grundalge hierfür soll das „Schweizer Modell“ sein. Dieses Modell kombiniert Maßnahmen mit gezielter Beratung.

Damit das Schweizer Modell an unserer Schule erfolgreich umgesetzt werden kann, müssen natürlich alle Schulgremien (SV, Schulkonferenz und Lehrerkonferenz) damit einverstanden sein.

Die gezielte Beratung soll natürlich nicht nur bei Verstößen zur Verfügung stehen, sondern soll euch ständig zur Verfügung stehen. Dazu wurde die Sucht- und Drogenberatung in unser bisher bestehendes Beratungssystem eingegliedert. Zudem werde ich eine zweijährige Beraterausbildung beginnen, welche sich speziell auf die Sucht und Drogenberatung konzentriert. Geplant ist ebenfalls eine Vernetzung mit externen Drogenberatungsstellen wie z.B. der SKM.

Linkadressen:

Die folgende Übersicht verweist auf die Vernetzungen im Rahmen der Suchtprävention:

suchtpraevention2-bourtscheidt

 

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