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Lesewettbewerb Französisch bewahrt Tradition trotz Pandemie

Das Foto zeigt Frau Engel und Frau Mimberg am Freitag, 19.3.2021, beim Verpacken der Buchpreise und Urkunden für die Teilnehmenden des 27. Lesewettbewerbs Französisch, der trotz Pandemie stattgefunden hat.

Bei der Planung der traditionellen Kulturveranstaltung war spontan die Idee eines Distanzereignisses im reduzierten Format entstanden und so wurden eben die weiterführenden Schulen in Köln und im Kölner Umland zu einer digitalen Besprechung eingeladen.

Die Partner unserer Schule, nämlich die Deutsch-Französische-Gesellschaft (DFG) und das Institut Français (IF), standen uns treu zur Seite. Das IF schickte uns attraktive Mediatheksausweise für die Gewinner*innen und die DFG sagte zu, Kosten für Urkunden und Versand zu übernehmen. Auch die Schulbuchverlage Cornelsen, Klett, Reclam und Pons ließen uns sehr schöne und passende französische Bücher und Baguettebeutel als Preise zukommen.

Vierzehn Schüler*innen , von Jahrgang 5 bis Jahrgang 11, wurden von ihren Französischlehrer*innen angemeldet. Für die Jury konnten wir unsere ehemalige stellvertretende Schulleiterin Birgit Etzler, gewinnen, die den Lesewettbewerb in ihrer aktiven Zeit an der KAS maßgeblich organisierte. Madame Fama vom IF war als französische Muttersprachlerin ein wichtiges Mitglied der Jury und Yvonne Engel stellte das kompetente dritte Jurymitglied.

Zu Beginn des Lesewettbewerbs sprachen Monsieur Ahouani, stellvertretender Direktor des IF, herzliche Gruß- und Dankesworte. Herr Prof. Dr. Siepmann vertrat die DFG und eröffnete die Veranstaltung mit bewegenden und ermutigenden Worten, die hier in voller Gänze wiedergegeben werden:

Liebe Teilnehmer am Lesewettbewerb der Deutsch-Französischen Gesellschaft Köln,

die Deutsch-Französische Gesellschaft Köln freut sich, dass die über viele Jahre existierende Zusammenarbeit mit der Kaiserin-Augusta-Schule auch während der Corona-Krise zu der diesjährigen Ausrichtung des Lesewettbewerbs geführt hat.

Ich begrüße Euch, die ihr daran teilnehmt, und bedanke mich dafür, dass ihr die technischen Schwierigkeiten überwunden habt und mit Mut Euren Einsatz für die französische Sprache und die französische Kultur unter Beweis stellen wollt.

Denn Französisch ist nicht nur ein Schulfach, Französisch ist eine Kultur, Französisch ist eine Lebensart, die viele Bereiche in Deutschland mit unserem Nachbarland verbindet. Französisch ist eine romanische Sprache, d.h. es hat sich aus dem Lateinischen, das in Rom gesprochen wurde, entwickelt. Wir in Köln waren auch mal im Herrschaftsbereich der Römer. Über Jahrhunderte standen die Literatur, die Kunst und Architektur, die politischen und sozialen Strukturen in Deutschland und Frankreich in einem lebendigen Austausch, an dem Ihr durch das Erlernen der französischen Sprache teilhabt.

Im letzten Jahrhundert gab es zwei gewaltige Kriege um die Vorherrschaft in Europa zwischen Deutschland und Frankreich. Seit 70 Jahren bemühen sich die Menschen in beiden Ländern um Frieden miteinander. Die Deutsch-Französische Gesellschaft Köln tut das seit 30 Jahren als Organisation verstärkt, und Ihr helft durch euer Hiersein, die Ziele der Deutsch-Französischen Gesellschaft Köln zu verwirklichen: Frieden unter den Völkern, vertiefendes Eindringen in die Kultur und Zivilisation unseres Nachbarlandes, Ausbreitung der französischen Sprache und Partnerschaft mit allen Menschen, die die Verständigung unter den Völkern vorantreiben.

Viel Erfolg bei Eurem Bemühen!

Die Siegerehrung am Vormittag des 19.3.2021 wurde durch die Grußworte unseres stellvertretenden Schulleiters Moritz Magdeburg eröffnet, der besonders hervorhob, dass nicht nur die Platzierten Sieger*innen sind, sondern dass alle Teilnehmenden stolz auf sich sein können; allein schon deshalb, weil sie wissen, Ihr Bestes gegeben zu haben.

Die Sieger*innen des 27. Lesewettbewerbs in französischer Sprache der DFG sind Lucas W. (Gymnasium Kreuzgasse) in der Altersklasse Jg. 5-6 mit frankophonem Hintergrund. Bei den Schüler*innen aus Jahrgang 7 (Französisch ab Klasse 7) siegte Lea G. (Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium). Pia W. vom Dietrich Bonhoeffer-Gymnasium aus Jg. 8 (Französisch ab Klasse 5) machte in ihrer Gruppe den ersten Platz. In der größten Gruppe (Jahrgang 8/Französisch ab Klasse 6) erreichte Nina R. vom Gymnasium Heinrich Mann den ersten Platz, gefolgt von zwei zweiten Plätzen: Livia D. (Gymnasium zum Altenforst) und Sonam Lh. (Lessing-Gymnasium). Ein weiterer Sieger (Platz 1) ist der Neuntklässler Maximilian S. vom Otto-Hahn-Gymnasium in Bensberg. Eine besondere Vorleseleistung und einen verdienten ersten Platz schaffte Therea Sch. (Q1) vom Europagymnasium Kerpen. Der jüngste Gewinner wurde von der Jury ausgewählt, seinen Auszug aus “Le petit prince” dann vor allen vorzulesen. Er hatte die Jury nicht nur durch seine perfekte Aussprache, sondern auch und vor allem durch seine raffinierte stimmliche Gestaltung eines Diaologs überzeugt.

Wir drücken uns allen die Daumen, dass wir im Jahr 2022 den dann stattfindenden 28. Lesewettbewerb in französischer Sprache wieder in Präsenz stattfinden lassen können.

Allen Französischlehrer*innen, die trotz der anstrengenden Distanzphase des Unterrichtens ihre begabten Schüler*innen zum Lesewettbewerb angemeldet hatten und dann auch dabei waren, gilt unser ganz herzlicher und freundschaflicher Gruß: A très bientôt!

Mimberg (19.3.2021)

 

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